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Dünnschicht-Methode


Seit über 10 Jahren arbeiten wir mit der Dünnschichtmethode. Wir haben diese Methode ausführlich getestet und das Resultat hat uns überzeugt. Der grösste Vorteil besteht darin, dass der Erhaltungszustand der Zellen entscheidend verbessert wird. Das Zellmaterial kann nicht mehr austrocknen, da es mit dem Abstrichbürstchen direkt in ein Röhrchen mit Fixationslösung kommt und somit optimal erhalten bleibt. Ein weiterer grosser Vorteil besteht in der Möglichkeit, das eingesandte Material mehrmals zu verwenden. So können bei unklaren oder zellarmen Zellbildern weitere Ausstriche angefertigt werden. Ausserdem kann bei Bedarf nachträglich eine Spezialanalyse wie P-16 oder HPV angeordnet werden. Die Röhrchen mit dem Zellmaterial werden nach Erhalt einen Monat bei uns aufbewahrt. Solange können wir auf weitere Wünsche eingehen.

 


HPV und p16


Als Ergänzung zum Pap-Test bieten folgende immunzytochemische Tests, eine zusätzliche Aussage bei Produktiven HPV-Infektionen.

 

p16 (CINtec™)

Eine persistierende HPV-Infektion im Zervixepithel führt zu einer Bildung viralen Onkogene E6 und E7. Diese bewirken eine Deregulation des Zellteilungszyklus und damit eine ungeregelte und gesteigerte Proliferation.Das Zellprotein p16, wird nun in vermehrter Menge gebildet und kann immunzytochemisch nachgewiesen werden (p16 positiv). Damit steigt die Wahrscheinlichkeit einer Progression.


p16cyto

Positive Färbung für p16 (CINtec™)

 

HPV L1 Nachweis (cytoactiv®)

Viele Dysplasien sind zunächst nicht behandlungsbedürftig, da sich 80% der leichten 20% der höheren Dysplasien wieder spontan zurückbilden. Mit dem Nachweis des HPV-Kapsidproteins (cytoactiv ®) kann das Verhalten einer Dysplasie vorhergesagt werden.

 

Wenn es im Verlaufe des viralen Lebenszyklus zu einer Vermehrung der viralen Erbsubstanz mit anschliessender Synthese des viralen Hüllproteins kommt, führt diese zu einer Stimulation des Immunsystems. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit einer anschliessenden Ausheilung der Veränderungen des Zervixpithels. Das Vorhandensein dieses Hüllproteins wird durch einen positiven HPV L1 Nachweis (cytoactiv ®) nachgewiesen.

 

hpv

Positive Färbung für HPV L1 (cytoactiv ®)

 


Diagnose


Klassifizierung nach Pap

Nebst der Pap-Klassifizierung der Münchner Nomenklatur verwenden wir auch die CIN- und Bethesdanomenklatur sowie die WHO Nomenklatur.


Material repräsentativ

In einem guten, repräsentativen Abstrich ist genügend Zellmaterial aus Portio und der Zervix vorhanden. Der Übergang dieser zwei Zonen, die Transformationszone, ist in der Gynäkozytologie äusserst wichtig, da dort die Läsionen oft beginnen, die zu einer Dysplasie führen können. "Bedingt repräsentativ" ist ein Abstrich der keine Endocervikalzellen aufweist oder sehr zellarm ist. "Nicht repräsentativ" ist ein azellulärer Abstrich welcher auf jeden Fall wiederholt werden sollte.


Übersicht Nomenklaturen


PAP 

CIN 

WHO 

Bethesda 

Kontrolle 

I

 

normal

normal

1-3 Jahren

II

 

entzündlich/reaktiv

entzündlich/reaktiv

12 Monate

II Agus/Ascus

 

Kernveränderungen, wahrscheinlich entzündlich / reaktiv

Kernveränderungen, wahrscheinlich entzündlich / reaktiv

8-12 Monate

II-III Agus/Ascus

 

unklare Kernveränderungen

unklare Kernveränderungen

6-8 Monate

III

I

leichte Dysplasie

LSIL

6 Monate

III

II

mässige Dysplasie

HSIL

4-6 Monate

IV

III

schwere Dysplasie/CIS

HSIL

histologische Abklärung

V

 

invasives Ca

invasives Ca

histologische Abklärung



Verbrauchsmaterial


Für die Dünnschichtmethode stellen wir folgendes Material kostenlos zur Verfügung:

  • Röhrchen mit Fixationslösung in Plastikhüllen (6-er, 10-er. oder 18-er Packungen)
  • Vorfrankierte Rücksendecouverts
  • Auftragsformulare
  • Verschiedene Abstrichbürstchen

Dieses Material kann direkt bei uns bestellt werden per Telefon, Fax, E-Mail oder schriftlich. Wir haben unser Versandmaterial so konzipiert dass die Schachteln mit den Röhrchen in die Briefkästen der PTT eingeworfen werden können. Somit entfällt der Gang auf die Post und das Material ist am nächsten Tag bei uns im Labor.



Auftragsformular


Unsere Auftragsformulare sind in zwei Teile gegliedert. Im breiten Rahmen sind alle wichtigen klinischen Angaben zu machen, denn dieser Teil wird eingescannt und anschliessend auf den Befund gedruckt. Auch Notizen für den Eigengebrauch können hier unter Bemerkungen angebracht werden. Ausserhalb des breiten Rahmens sind alle administrativen Angaben wie Personalien, Entnahmedatum und Rechnungsadresse einzufügen. Ein korrektes Ausfüllen der Patientenangaben ist für uns sehr wichtig, damit Verwechslungen möglichst vermieden werden können. Aus diesem Grund lohnt es sich auch die Angaben zum letzten Abstrich auszufüllen, denn an Hand dieser Angabe können wir eine Patientin finden auch wenn sich der Name und die Adresse geändert haben. Auch klinische Angaben sind wichtig, wie zum Beispiel der Zeitpunkt der letzten Periode, Hormonbehandlungen, Menopause, vorangegangene Erkrankungen oder Operationen.


 

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